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Bericht über das Treffen des Jugendforums

Mit neuem Schwung möchte das Jugendforum durchstarten. Vom 24. - 26. November 2006 wurde über die Perspektiven des Forums diskutiert und erste Aktionen geplant.

10 Teilnehmer kamen von Freitag bis Sonntag in der Pfarrei St. Gallus in Frankfurt zusammen um die Perspektive des pax christi Jugendforums zu erörtern. Die Themen konnten breit gefächert diskutiert werden, da, trotz der kleinen Zahl, so wohl jüngere als auch ältere Mitglieder aus den verschiedesten Richtungen Deutschlands (Rostock, Münster, Aachen, Augsburg) versammelt waren.

Gleich am ersten Abend wurde nach einer Kennenlernrunde und den Berichten von vergangenen Aktionen die Frage gestellt: Was steht alles in der Zukunft an?

Folgende Projekte bzw. Aktionen sind für 2006/07 geplant:

- EU Wettbewerb für Schüler unterstützen

- Teilnahme an den Protesten und dem Gegengipfel zum G8 Treffen in Heiligendamm

- Fahrt nach Kroatien

 

> Bericht über das Treffen:

Das Jugendforum startet durch

Treffen der jungen Erwachsenen in Frankfurt

 

Vom 24. bis 26. November kamen im letzten Jahr zehn pax christi Mitglieder aus den verschiedensten Richtungen aus Deutschland zusammen; mit einem Ziel: das Jugendforum wieder in Schwung zu bringen.

Nach der freundlichen Begrüßung in unserem „Tagungszentrum“, der Pfarrei St Gallus in Frankfurt, stand erstmal eine Vorstellungsrunde auf der Tagesordnung. Neben dem kennen lernen der persönlichen Motivation, bekamen wir unterschiedliche Einblicke über die Situation von jüngeren pax christi Mitgliedern vor Ort und konnten Erfahrungen austauschen. Gemeinsam gratulierten wir Thomas Schneider aus Aachen, der zwei Wochen zuvor in das Präsidium gewählt wurde und somit eine gute Verbindung zur Sektion bildet.

Einen Rückblick auf die Gründung des Jugendforums 1996/97 warfen Daniel Steiger und Felix Winter, welche hauptsächlich Workshops organisierten und an internationalen Routen teilnahmen. Damals war das Jugendforum noch eine Kommission und hatte gute Kontakte zum internationalen Jugendforum.

Anschließend ging es darum, das Profil des Forums zu charakterisieren. Dabei kristallisierten sich als die drei wichtigsten Punkte, die Spiritualität, die Regionalität (vor Ort aktiv zu sein) und die gemeinsamen Aktionen (national und international) heraus. Vernetzt kann man einfach mehr Kraft und Energie aufbringen.

Reinhard Voß, der das Treffen auch musikalisch bereicherte, wies auf den längeren Atem pax christis hin. So manche Friedensbewegung verschwand im Laufe der 80er Jahren und auch nach den Demonstrationen gegen den Irak Krieg ist ähnliches zu beobachten.

 

Nach dem spirituellen Impuls begann der Samstagmorgen zuerst mit einer aktuellen Diskussion über Ego-Shooter-Spiele am Computer, wobei deutlich wurde, dass Politiker meist nur zeitlich begrenzt Gegenvorschläge machen, solange ein Vorfall die Tagesmedien beherrscht. Wir wollen das Thema kritisch begleiten und an einer Stellungsnahme arbeiten, da auch in unserem kleinen Kreis verschiedene Auffassungen zu dem Thema bestehen.

Einigkeit dagegen herrschte, dass pax christi zu unbekannt ist. So waren praktische Lösungen gefragt. Verschiedene Vorschläge wurden gesammelt, die auch auf der internen Seite auf der Homepage der Sektion Eingang finden sollen. Christiane Paulussen betonte, dass Friedensarbeit und Mitgliedergewinnung sich nicht ausschließen müssen.

Einen weiteren Aspekt verlieh Ernst Dertmann, Friedensarbeiter aus Münster, der Versammlung,  nicht nur durch seine Stellungsnahme zum erweiterten Friedensbegriff. Neben dem Einfluss seiner jahrelangen Erfahrung wuchs auch die Streitkultur. Nach theoretischen Ausführungen über Schriften, wie Immanuel Kants Werk „Zum ewigen Frieden“, der Definition des Wortes Frieden in den verschiedenen Sprachen, ging er auf das „Titanic-Prinzip“ (Feiern bis zum Untergang) unserer Gesellschaft ein. Wie man vor Gefahren, wie etwa der drohenden Klimakatastrophe, Aufmerksam machen könnte gingen die Meinungen aus einander. Dennoch sah es ein jeder als Bereicherung an, sich auseinander zu setzen, und so um die bestmöglichste Lösung zu ringen.

Die Geschichte der drei Frösche, welche in einem Milchglas gefangen waren, verdeutlicht dies auf humorvolle Art. Der optimistische Frosch, der meinte, dass es sowieso gut geht, unternahm nichts. Ebenso handelte der pessimistische Frosch, welcher keine Chance sah. So starben beide Frösche. Nur der dritte Frosch, der Realist, überlebte, da er strampelte. Die Milch wurde so zu Butter geschlagen und er konnte dem Glas entkommen.

 

Ein Grund für das Treffen in Frankfurt war auch, die zukünftige Struktur des Jugendforums zu regeln. Als den nächsten wichtigen Schritt wurde die Bildung bzw. Weiterführung von regionalen Jugendforen festgelegt. Im Blickpunkt stehen Aachen, Augsburg, Limburg und Münster. Allerdings sollen die regionalen Gruppen nach Möglichkeit auch an anderen Orten wachsen.

Einmal jährlich soll ein Treffen auf Bundesebene stattfinden um die Vernetzung aufrecht zu erhalten, welche auch durch die Homepage (www.jugendforum.paxchristi.de) gegeben ist. Jeder Interessierte ist eingeladen, Termine bekannt zu geben, oder unter der Rubrik „mitreden“ sich zu verschiedenen Themen zu äußeren.

Als konkrete Aktion unterstützt das Jugendforum aktuell den EU Schüler Wettbewerb 2007 „Peace depends on you“, zu dem sich leider zu wenig Teilnehmer aus Deutschland anmeldeten.

Folgende Aktivitäten sind weiter geplant:

-         Teilnahme an den Protesten gegen den G8 Gipfel in Heiligendamm vom 2.- 8.06.07

-         Fahrt zur Werkwoche nach Banja Luka, Bosnien Herzegowina (nähere Infos bei Christoph Cesko, Würzburg)

-         Teilnahme an pax chrsiti Jugendrouten

-         Workshop auf der Insel Spiekeroog (2008)

-         Begegnungsfahrt nach Polen (2008)

 

Zuletzt fand der Tag nach arbeitsintensiven, aber weiterbringenden Stunden, einen gemütlichen Ausklang bei Äppelwein in einer alten Frankfurter Kneipe.

 

Zum Abschluss des Treffens feierten wir gemeinsam mit der gastgebenden Gemeinde am Sonntag Gottesdienst und stellten fest, dass einiges Konkretes auf dem Weg ist und das Jugendforum langsam wieder wächst. Bei der Verabschiedung wünschten wir besonders Daniel Steiger alles Gute, da er kurz vor seinem Aufbruch nach Brasilien stand und dennoch die Sache so gut unterstützt hat.

Nun heißt es für jeden wieder weiterstrampeln, wobei wir wissen, dass wir nicht alleine sind…

 

Michael Rösch


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